Abfall aus der Gastronomie ist nass, schwer und scharfkantig, und er wird von Hand durch Flure und über Betriebstreppen getragen. Diese Kombination entscheidet fast jede Spezifikation auf dieser Seite.
Was Sie kaufen
| Produkt | Typische Spezifikation | Wo |
|---|---|---|
| Müllsäcke, schwere Ausführung | 50–60 µm, 700 × 1100 mm, Sternboden | Küche, Nassabfall |
| Extra schwere Säcke | 70 µm, 800 × 1200 mm | Glas, Dosen, Knochen |
| Kompostierbare Bioabfallbeutel | EN 13432, 10–30 L | Trennung von Speiseabfall |
| Transparente Säcke | 40 µm | Glas und trockene Wertstoffe |
| Mülltonnensäcke | 50 µm, 240 L und 1100 L | Standplatz |
| Stretchfolie | 23 µm Handfolie | Sichern von Rollwagen und Lieferungen |
Spezifikationen, Verpackungseinheiten und Mindestmengen zu jedem: Müllsäcke, Stretchfolie, Paletten, Frischhaltefolie.
Der versteckte Kostenblock: Doppelsacken
Wenn Ihre Küchenhilfen einen Sack in den anderen stecken, ist die Spezifikation falsch — und Sie zahlen zweimal dafür. Zwei 30-µm-Säcke kosten mehr als ein 60-µm-Sack, brauchen die doppelte Zeit beim Wechsel und reißen trotzdem, weil sich zwei dünne Folien nicht wie eine dicke verhalten.
Wo doppelt eingesackt wird, trifft eines von drei Dingen zu:
- Die Stärke ist für Nassabfall zu gering. Unter 50 µm kommen Wassergewicht plus ein Knochen oder eine Glasscherbe durch.
- Der Boden ist flach geschweißt statt Sternboden. Ein Sternboden faltet den Boden in vier Zwickel, sodass sich die Last verteilt; eine flache Naht bündelt sie auf einer Schweißstelle — genau dort versagt sie beim Anheben.
- Der Sack ist zu klein, wird also überfüllt und am Rand belastet.
Trennung von Speiseabfall
Kompostierbare Beutel nach EN 13432 ergeben nur dort Sinn, wo der Abfall tatsächlich in einer industriellen Kompostierung landet. In einer Kommune, die Bioabfall verbrennt, ist ein kompostierbarer Beutel ein teurerer Sack ohne ökologischen Nutzen — wir fragen vor dem Angebot, was bei Ihnen gilt.
Beachten Sie: EN 13432 ist industrielle Kompostierbarkeit, nicht Heimkompostierbarkeit — und „biologisch abbaubar“ ohne Normbezug bedeutet nichts.
Saison- und Veranstaltungsspitzen
Die Nachfrage in der Gastronomie ist ungleichmäßig. Zwei Dinge helfen:
- Einen Puffer halten, keine Prognose. Eine Palette Säcke belegt rund 1,2 m² Boden und verdirbt nicht. Mitten im Service leerzulaufen kostet mehr, als sie zu lagern.
- Die Spitze sechs Wochen vorher bestellen. September bis November ist europaweit das stärkste Quartal in der Verpackung — und genau dann wird auch die Verpackung für das Weihnachtsgeschäft bestellt.
Bündelung
Eine Hotelgruppe, die Säcke bei einem Lieferanten kauft, Paletten bei einem zweiten und Folie bei einem dritten, führt drei Konten für vielleicht zwei Paletten im Monat. Das ist genau der Fall für eine gemischte Ladung: eine Bestellung, eine Rechnung, eine Lieferung — und die Frachtökonomie einer vollen Ladung bei der Menge einer Teilladung.
Häufige Fehler
- Denselben Sack für Gast- und Hintergrundbereich kaufen. Zimmereimer brauchen keine 60 µm, Küchen schon.
- Nach Litern spezifizieren. Siehe Müllsack-Größenrechner.
- Annehmen, transparente Säcke seien schwächer. Transparente Folie leistet bei gleicher Mikrometerzahl dasselbe; der Unterschied liegt in den Pigmentkosten, nicht in der Festigkeit.